kann eine naturbasierte, multifunktionale landwirtschaft lösungen für die großen herausforderungen unserer zeit bieten, sei es klimawandel, ernährungssicherheit, artensterben oder falsche land- & wassernutzung?

mit dieser frage im kopf und viel idealismus im gepäck sind wir im sommer 2021 von der stadt aufs land gezogen, um einem jahrzehntelang stillgelegten vierkanthof neues leben einzuhauchen und ihn in einen zukunftsfähigen, gesellschaftlich wirksamen modellbetrieb umzugestalten.

und so entstand das nellinggut, ein living lab für regenerative praktiken an der schnittstelle zwischen altem bäuerlichen wissen aus allen ecken der welt & den neuesten wissenschaftlichen erkenntnissen.

im mittelpunkt unseres tuns stehen immer ein lebendiger, fruchtbarer boden und eine möglichst intakte & widerstandsfähige ökologie - weil nur ein gesunder boden gesunde, nahrhafte lebensmittel produzieren kann. und weil wir überzeugt sind, dass landnutzung nur dann „nachhaltig“ ist, wenn sie hand in hand mit der natur geht anstelle gegen sie zu arbeiten.

insbesondere die faszinierenden einsichten über das ökosystem boden von dr. elaine ingham (soil food web), aber auch die wertvolle arbeit und erkenntnisse von herausragenden pionieren wie allan savory (zimbabwe), charles & perrine hervé-gruyer (ferme du bec hellouin, frankreich), jean-martin fortier (kanada), ernst götsch (brasilien), mark shepard (USA), richard perkins (schweden), sepp und josef holzer (krameterhof, österreich) und p. a. yeomans (australien) prägen unser denken und steuern die arbeitsprozesse am nellinggut, angepasst an unsere lokalen gegebenheiten.

Ultimately, the only wealth that can sustain any community, economy or nation is derived from the photosynthetic process - green plants growing on regenerating soil.
— Allan Savory